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in: Briefe zur Orientierung im Konflikt Mensch - Erde, Wittenberg, Heft
48 (KFH), S. 11-16, 1998
Schöneiche liegt im Südosten von Berlin und
stößt als brandenburgische Gemeinde direkt an die Grenze der Hauptstadt. Die
grüne und stadtnahe Lage führte gleich nach der "Wende" zu einem schnellen und
aggressiven Ansturm der "Alteigentümer". Viele Mieter sahen ihre Wohnrechte in
Gefahr. Die hier übliche Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern hob die
Aussichten auf Eigenbedarfsklagen. Diese bedrängende Situation führte zu
Gründung einer Bauherrengesellschaft. Die ersten Planungen begannen 1991. Der
Grundstein wurde im September 1994 gelegt. Die ersten Familien zogen bereits in
November 1995 in den Landhof ein. Inzwischen sind in die vier konkav und konvex
ausgeführten Reihenhäuser mit drei mal drei und ein mal vier Wohnungen 26
Erwachsene und 41 Kinder eingezogen. Im Laufe der Diskussion wurde aus einen
sozialen Vorhaben eine konsequent ökologische Wohnsiedlung die auf großes
Interesse stößt und mehrfach "ausgezeichnet" wurden. Angeregt durch günstige
Erbpachtverträge auf Bauland der Evangelischen Kirchengemeinde, gefördert als
Selbsthilfegruppenprojekt und versehen mit überdurchschnittlicher Eigen- und
Gemeinschaftsleistung konnte in attraktiver Lage Wohnungsbau für Familien und
Alleinerziehende stattfinden, die sich sonst kaum ein Haus in solch einer Gegend
leisten können. Den Entwurf erarbeiteten die Berliner Architekten Schmitdtmann
und Gölling gemeinsam mit den Bauherren und Baufrauen. Einer der Architekten
wohnt mit auf dem Landhof. Im Interview gibt Johannes Kirchner, einer der
Initiatoren, Auskunft über den Landhof, seine Entstehungsgeschichte und
gesammelten Erfahrungen.
Der Landhof ist errichtet und bezogen. In den
Gärten gedeiht es. Die Wege werden gepflastert. Wie fing alles an? Am Anfang
stand die Wohnungsnot für die einzelnen Familien. Die Frage war hier in
Schöneiche, daß es keine Wohnungen gab. Die Anregung kam durch einen
Zeitungsausschnitt. Den hatten zwei Familien sehr intensiv gelesen. Da über die
politische Veränderung in der DDR sich Leute getroffen hatten, die viel zusammen
gemacht haben, sagten wir uns: das wollen wir mal versuchen. Wir haben überlegt,
ob wir nicht auch Familien zusammen bekommen, die mit uns bauen und zusammen
leben wollen. So entstand dieser Gedanke. Der hat dann über 3 Jahre gebraucht,
ehe er realisiert werden konnte. Es war nicht Sinn eine Kommune zu bauen,
sondern es war Sinn der Sache, für die Familien, die in den unterschiedlichsten
Wohnungsnöten waren, ein Haus, ein Heim zu bauen. Anlaß war ein gegebenes
Beispiel aus der Presse. Welche Voraussetzungen waren für das Projekt Landhof in
Schöneiche gegeben? Eine günstige Voraussetzung war die Kirchengemeinde, die wir
für diesen Gedanken nicht zu begeistern brauchten, die wollte so was. Und wir
haben Leute gefunden, die ganz unabhängig von ihren persönlichen Situationen
gesagt haben, da wollen wir mitmachen. Es war sofort eine Gruppe da, die immer
wieder Hand angelegt und Ideen entwickelt hat. So kam es nicht zu einen
Stillstand. Sicherlich war auch günstig, daß damals zwei Bauherren als
Abgeordnete im Ortsparlament fungiert haben. Und: es war die einzige Siedlung,
die in Schöneiche durch Leute dieses Ortes entstanden ist. Also: es wurde nichts
von außen hereingetragen. Ungünstiges fällt mir eigentlich nichts ein. Es war
sicher noch die Euphorie der Wende mit dabei, die eine Rolle gespielt hat. Ihr
habt die Reihenhäuser in einem sogenannten "Drei-Schichten-Verfahren" weitgehend
ökologisch gebaut. Kannst Du uns das kurz erklären? Wir hatten uns ursprünglich
für eine Bauart entschieden, die man als klassische Bauvariante bezeichnet, d.
h. traditionelles Bauen. Aber wir haben dann doch ein Holzständerfachwerk
aufgestellt mit Lehmausfachung. D. h., wir haben ein Holzständerwerk innen
gestellt, zwischen die Ständer haben wir die Dämmung, die aus recycelter Zeitung
besteht, sogenanntes Isoflock eingebracht, was gegen das Ungeziefer mit Borsalz
versetzt wurde und haben in das Haus Lehmsteine, sogenannte Grünlinge gesetzt.
Die wurden auch mit Lehm verputzt. Von außen ist von der einen Seite eine
Lärchenholzverschalung und auf der anderen Seite eine zementgebundene
Holzfaserweichplatte angebracht worden. Die Idee der Lehmwände haben zwei
Baufrauen in die Siedlung reingetragen. Nach langen Gesprächen in der Baugruppe
wurden die Lehmziegel angenommen. Als Alternativen standen Porotonziegel oder
ganz normale Kalksandsteinhäuser. Wir haben uns für Lehm entschieden, weil wir
am Anfang festgelegt hatten, möglichst weitestgehend ökologisch zu bauen. Der
Lehm hat den großen Vorteil, daß er zu einem sehr angenehmen Raumklima führt.
Wir haben also im Sommer fast konstant 65 - 70 % Luftfeuchtigkeit und im Winter
fällt sie kaum unter 60 %. Außerdem hat das Isoflock einen sehr hohen Dämmwert.
Für das Haus, in dem ich wohne, kann ich sagen, daß ich mit 80 DM im Monat für
Gas heize, koche und das warme Wasser aufbereite und das für über 120 qm. Da bin
ich ganz zufrieden. Außerdem sind die Häuser so ausgerichtet, daß man passiv die
Sonnenenergie ausnutzt. Wir können teilweise in der Übergangszeit die Heizung
ausschalten. Das ist also auch schon im Winter bei -5° der Fall gewesen, daß die
Sonne das Haus so aufheizt, daß die Wärme hier also auch drin bleibt. Vom
Bauklima ist es auch günstig. Ein Mitglied der Baufamilie litt vorher chronisch
unter Asthmaerkrankung. Jetzt sind diese fast abgeklungen . Ihr wohnt nun schon
seit zwei Sommern und zwei Wintern im Holz und im Lehm: Welche Erwartungen
wurden erfüllt, welche nicht? Es ist im Grunde so, daß die Familien, die hier
wohnen, hier sehr gern wohnen und auf keinen Fall mehr wegziehen wollen. Sie
haben sich inzwischen auch mit der nicht alltäglichen Form des Aussehens der
Häuser identifiziert. Sie sagen, daß was wir hier erreicht haben, als Familien
und auch als Gemeinschaft, ist sehr günstig. Vor allem für die Kinder. Hier
wohnen über 40 Kinder und es sind noch zwei weitere Kinder unterwegs. Gibt es
schon eine Energiebilanz für das "Landhof-wohnen"?
Eine Energiebilanz kann
jede Familie nur für sich selber aufstellen. Ich habe schon etwas gesagt über
den Verbrauch an Heizgas. Die Heizungskosten sind bei allen Familien sehr
gering. Der Stromverbrauch ist immer sehr individuell zu sehen. Viele haben
größere Kinder, da spielt den ganzen Tag das Radio oder mit dem PC wird
gearbeitet. Was wichtig ist, daß wir relativ wenig Wasser verbrauchen: durch die
Komposttoiletten, die wir hier im Haus haben. Das macht sich schon bemerkbar.
Das heißt aber auch, daß diese Komposttoilette gepflegt werden muß. Wie sind die
Erfahrungen mit dem in jedem Haus eingebauten Kompost-Trockenklo und der
gemeinsam betriebenen Schilfrohrkläranlage? Die Erfahrung mit diesen
Komposttoiletten sind von den einzelnen Familien sehr unterschiedlich. Wir haben
Familien, die umfassen neun Personen. Und wir haben kleinere Familien. Wir zum
Beispiel, sind zur Zeit nur drei Personen, so daß nur von relativ wenig
Kompostanfall gesprochen werden kann. In die Toiletten kommen nicht nur die
Fäkalien sondern auch Küchenabfälle. Man muß diese Toilette pflegen, wie einen
Komposthaufen, damit dort auch ein Zersetzungsprozeß stattfindet. Ich habe nach
2 Jahren Wohnen hundert Liter Humus aus der Toilette geholt, der war wirklich
total zersetzt. Da sind unsere Balkonpflanzen drin aufgegangen und haben es sehr
gut vertragen. Also man kann sagen, bei uns funktioniert es. Bei Familien, die
weniger Pflege der ganzen Sache angedeihen lassen, ist es also etwas kritischer.
Im großen und ganzen kann man davon ausgehen, daß die Familien damit zufrieden
sind, sonst gäbe es Leute, die davon befreit werden wollten. Es wurde noch keine
Komposttoilette ausgebaut. Die kollektive Schilfrohrkläranlage erreicht nach
zwei Jahre inzwischen die strengen Berliner Werte. Die Brandenburger Werte
erreichten wir schon länger. Gelegentlich kann man lesen, Selbsthilfe wäre ein
"echtes Erbe" der DDR. In westdeutschen sozialen Projekten findet auch ganz
selbstverständlich Selbsthilfe statt. Meint Ihr, daß es auf dem Lindenhof eine
besondere Form der "östlichen" Selbsthilfe gegeben hat? Wir haben hier mit sehr
viel Selbsthilfe gearbeitet, nicht nur bei der Planung, auch in der Ausführung.
Wir haben vieles selber gemacht: also Kellermauern, Fundamente legen, Bewährung
bis zur fertigen Platte. Wir haben die Rüstung selber gestellt. Und dann
natürlich im Innenausbau haben die Familien individuell sehr viel Eigenleistung
gebracht. Nachbarschaftshilfe. Wir haben uns gegenseitig keine Stunden
aufgeschrieben. Wir haben hier vier Reihenhäuser gebaut und diese vier
Reihenhäuser sind in gemeinsamer Arbeit sukzessive aufgestellt worden, so daß
alle Familien an allen Häusern in irgend einer Form beteiligt waren. Und das
wurde nicht aufgerechnet, das wurde individuell für jeden einzelnen so gemacht
und zum Schluß wurde ein großes Fest gefeiert und man hat sich daran gefreut,
daß wir hier eingezogen sind. Das ist auch eine Sache, die man sehr deutlich
sagen muß, wenn man sich über diese Verfahrensweise einigen kann, dann ist auch
nach meinem Dafürhalten viel zu schaffen. Wenn man anfängt aufzuschreiben, dann
kann von vornherein schlechter Gedanke in die Gruppe kommen und es kann auch
passieren, daß die Leute die Lust verlieren an dem ganzen Vorhaben. Zu
DDR-Zeiten wurde Hilfe - aus welchen Gründen auch immer - groß geschrieben.
Damit sind wir aufgewachsen und haben das für unser Bauvorhaben genutzt - wie
man sieht erfolgreich. Der Selbsthilfe-Anteil war "konstruktives Element" für
Bauherren und Architekten. Wie hoch war der Selbsthilfe-Anteil bzw. die
"Muskelhypothek"? Es ist so, daß der Selbsthilfeanteil von den Familien von
75.000 DM bis 120.000 DM aufzurechnen war. Der Architekt hat Leistungen
aufgeschlüsselt, die man hier niederlegen kann und es sind richtig
Fachleistungen erbracht worden. Das sind Sachen, die man also auch als Firma
abrechnen kann. Das hat für unser Haus fast 92.000 DM als Eigenleistung
gebracht. Und das hat auch meine Bank letztendlich mit in der Finanzierung
berücksichtigt. Es war eine Gruppe, die gebaut hat, und die haben gesagt,
Kirchner bringt 92.000 DM. Ich hatte damals 60.000 DM angegeben und das haben
die akzeptiert als Hilfe für die Kreditierung. Deshalb ist mein Kredit bei
260.000 DM geblieben und alles was darüber hinaus kommt, ist durch Eigenkapital
bzw. durch Eigenleistung erbracht worden. Neben den bauökologischen Erfahrungen
wird es auch soziale Erfahrungen über die Planungs- Bau- und Einwohnungsphase
geben. Wie regelt Ihr Euer "kollektives" miteinander? In der Bauphase gab es
gewisse Notwendigkeiten. Es kam Beton. Wer kann Urlaub nehmen, wer ist da. Dann
gab es also so ein kollektives Hau-Ruck, daß man also hier zusammen Beton
vergossen hat für die Fundamente bzw. für den Sichtbeton. Inzwischen haben sich
die Familien in ihre Häuser mehr oder weniger zurückgezogen und kommen dann eher
sporadisch zusammen. Es ist so, daß wir Eigentümergesellschaften gegründet
haben, in denen wir alle wichtigen Dinge, die dieses Projekt betreffen,
weiterhin besprechen und wenn Arbeiten anstehen, wie jetzt z. B. die Beleuchtung
des ganzen Grundstücks, werden solche Aktionen am Wochenende gestartet. Das sind
dann immer Sachen, die gemeinsam besprochen werden und wer Zeit hat, der kommt
mit dazu und wir sind dabei geblieben, daß wir nichts weiter aufrechnen, sondern
wer Zeit hat, kommt dazu. Und wenn Frauen ihre Kinder hüten müssen und nicht so
Zeit haben, dann wird da eben zum Mittagessen eingeladen. Das funktioniert gut.
Das funktioniert vielleicht auch deshalb gut, weil die meisten Leute auf dem
Boden der Tatsachen geblieben sind. Es gab hier keinen Baukoller. Ihr seid
schnell Modellprojekt für ökologisches, soziales und selbstorganisiertes Bauen
geworden. Der Landesbauminister Meyer griff 1995 bei der Grundsteinlegung zum
Spaten. Bundesbauminister Töpfer überbrachte Lob und Anerkennung. Wie verteilen
sich Vorteile und Belastungen aus dieser besonderen Art Öffentlichkeit, die ja,
wie unser Gespräch zeigt, anhält? Wir stehen also nach wie vor immer noch in der
Öffentlichkeit. Ich kann für meinen Teil sagen, daß wir das nach wie vor
begrüßen, weil wir hoffen, durch unser Reden und Schreiben, andere Leute
animieren können, Ähnliches zu tun. Außerdem ist es eine Form des Bauens, die
nach unserem Dafürhalten kostensparend ist. Die Öffentlichkeit kommt zum
Beispiel in Form von Schülerklassen, die dann Führung haben wollen. Es gibt
Familien, die den Ort Schöneiche besuchen und sich das gern ansehen wollen. Die
melden sich dann an. Die Telefonnummer ist über ein lokales Informationsblatt
veröffentlicht worden. Innerhalb der Gruppe organisieren wir dann, wer die
Führung macht, daß also nicht alles auf einer Familie lastet. Ihr habt auf
Kirchenland gebaut. Welche Ratschläge könnt ihr vom "Landhof" anderen
Kirchengemeinderäten, die "bauträchtiges" Kirchenland verwalten, geben? Ja, wir
haben hier auf Pachtland der evangelischen Kirchengemeinde gebaut. Die
Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde war von einer großen
Zustimmung geprägt. Die Kirchengemeinde hat uns sehr unterstützt bei den nicht
ganz einfachen Verhandlungen mit der Kirchenleitung von Berlin-Brandenburg, so
daß wir auch einen Pachtzins ausgehandelt haben, der dem sozialen Charakter der
Siedlung Rechnung trägt. Das wäre ein großer Punkt, den wir anderen Bauherren
mitgeben würden: laßt euch von Kirchenoberen nicht ins Boxhorn jagen, sondern
verhandelt wirklich intensiv. Die Kirchengemeinden sollte man dazu zwingen,
nachzudenken, was sie mit ihrem Land tut. Sie kann das natürlich an Investoren
vergeben, die wesentlich mehr bezahlen. Sie kann es aber auch an Familien geben,
die unter Umständen in einer schlechten Wohnsituation leben und denen man auf
diese Art und Weise ermöglicht, zu bauen. Die andere Sache ist, wir haben in der
Kirchengemeinde Schöneiche möglichst Ansätze gesucht, wie wir mit unserem Land
umgehen. Wir haben auch nach den Grundsätzen der Bewahrung der Schöpfung
gefragt, da paßt ein Fuhrparkunternehmen nicht unbedingt auf Kirchenland. Was
brachten die Gespräche bzw. Verhandlungen konkret?
Wir sind von einem
Verkehrswert von 52,00 DM ausgegangen. Der liegt hier im Ort aber bei wenigstens
dem Vierfachen. Nun muß man noch sehen, daß es vorher kein Bauland war, sondern
daß dieses Land erst zu Bauland gemacht worden ist. Letztendlich war es auch der
Kirchengemeinde recht, daß es so gekommen ist. Steht ihr mit anderen
Modellsiedlungen in Verbindung?
Mit anderen Modellsiedlungen stehen wir als
Bauherren nicht direkt in Verbindung. Wir hatten Anfragen aus zwei Gruppen aus
Westberlin und haben unsere Hilfe angeboten. Wir haben auch Unterlagen zur
Verfügung gestellt aber wir wissen nicht, ob da inzwischen was passiert ist. Ihr
habt - nicht nur auf Grund Eurer Finanzierungsmodelle - bewiesen, soziales Bauen
unter konsequenten ökologischen Kriterien ist kinder- und familienfreundlich
möglich. Ein beeindruckendes und ermutigendes Ergebnis. Trotzdem: Nach vier
Jahren Vision und Realität "Landhof Schöneiche": Was würdet Ihr heute anders
machen, wenn Ihr noch einmal beginnen könntet? Was würden wir heute anders
machen? Sicherlich die Raumaufteilung. Wir haben Familien, die sehr geschickt
Räume geschaffen haben in ihrem Haus, was man von außen gar nicht so wahrnimmt.
Da gibt es also wesentlich mehr Möglichkeiten, die man am Anfang nicht erkennt.
In der ganzen Baudurchführung und Baubegleitung gäbe es sicher an einigen Ecken
etwas zu verändern. Ich habe mich mit der Finanzierung des gesamten Bauvorhabens
auseinander setzen müssen und hätte mir gewünscht, daß mehr Familien da mit
Anteil haben, daß nicht alles nur an mir hängt. Das ist natürlich ein großer
Vertrauensbeweis, allerdings auch eine ziemliche Belastung. 4.000.000 DM sind
eine gewisse Verantwortung. Anders machen, im Großen, würden wir wohl nichts,
weil sich das nach unserem Dafürhalten bewährt hat und weil wir eine Möglichkeit
als Gemeinschaft gefunden haben. Wir wollten bewußt für jeden individuellen
Wohnraum schaffen. Eine Kommune wollten wir nicht werden. Einige Bauwillige sind
in der ersten Planungsphase ausgestiegen, weil es eventuell zu eng ist! Wir
haben uns persönliche Räume geschaffen und sind gleichzeitig ein offen Siedlung
geworden. Wir bekommen viel Besuch. Die Siedlung ist auch so angelegt, daß sie
einlädt und in eine Mitte führt, wo meist die Kinder spielen, wo man aber auch
Feste feiern kann oder am Abend eine Flasche Bier zusammen trinkt.
Vielen
Dank für das Gespräch und nachhaltiges Siedeln auf dem Landhof.